Ausbildung
Das Trailing
 Trailing
bedeutet soviel, wie dem Individualgeruch folgend, wobei
dieser nicht gleich zu setzen ist mit dem Körpergeruch.
Der Individualgeruch entsteht beim Zersetzen von Körperausscheidungen,
die ununterbrochen von jeder Person abgegeben werden,
und Körperzellen, die bei ihrer Zersetzung Gase hinterlassen,
die dann eine individuelle Spur darstellen, zu vergleichen
mit einem Fingerabdruck. Da der Individualgeruch sich
ausschließlich in der Luft befindet, kann der Trailinghund
mit tiefer, halbhoher oder hoher Nase suchen. Wie er
sucht ist wahrscheinlich von der Intensität des Geruchs
abhängig. Beim Trailing wird der Hund immer auf das
Finden von Personen ausgebildet und nicht auf leblose
Gegenstände, wie Futter oder Spielzeug. Der Trailinghund
sucht über lange Strecken sowohl im Gelände als auch
in Innenstadtbereichen, weil sein Triebziel immer mit
dem Auffinden der zu suchenden Person und unendlichem
Lob befriedigt wird. Beim Trailing handelt es sich um
eine sehr zeitaufwendige Ausbildungsmethode. Es muss
täglich geübt werden, und da kommen sehr schnell mehrere
Stunden zusammen, denn die Fährten für einen Bloodhound
oder Trailinghund müssen weiträumig gelegt werden. Der
Bloodhound oder Sankt Hubertus Hund, wie er auch genannt
wird, ist der geborene "Mantrailer", denn er folgt von
Natur aus dem Individualgeruch, wobei er sowohl mit
tiefer, halbhoher und hoher Nase suchen kann und dabei
keinerlei Bodenverletzungen benötigt. Er ist in seiner
Arbeit nicht spurtreu, seine Suche ist dardurch effektiver
und effizienter.
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Bildnachweis:
Die Skizzen sind entnommen aus dem Buch "Hund -
Geruch und Fährte" von William G. Syrotuck.
Mit freundlicher Genehmigung des Dr. Weidner Eigenverlags
Texte (c) 2001 Jürgen Conrad
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