| Ursprung: Den Ursprung des Bloodhounds
finden wir in Frankreich und Belgien, ungefähr
zu Beginn des Mittelalters. Es wird davon
ausgegangen, dass der Bloodhound ein direkter
Nachkomme der Segusier ist. Dabei handelt
es sich um eine gallische Hunderasse, die
als mastiffähnlich, mit einem faltenreichen
Körper und einer grau und schwarzen Farbe
beschrieben wird. Die Hunde wurde in Klöstern
gezüchtet und für die Wildjagd eingesetzt.
Seinen Namen "Sankt Hubertus-Hund" erhielt
er, als im Jahre 825 n. Chr., die Gebeine
des verehrten Adligen und Bischof, Francois
Hubert, in ein Kloster, zur letzten Ruhe,
gebracht wurden. Nach diesem Ereignis wurde
das Kloster nach dem Schutzheiligen der Jäger
umbenannt und die schwarzroten Hunde wurden
seit dem "chien d'ordre St. Hubert des Ardennes
oder Chien de St. Hubert" genannt. Diese Hunde
waren berühmt für ihren ausgeprägten Geruchssinn,
wurden als eher langsam, doch dafür ausdauernd,
robust und nicht sehr gehorsam beschrieben.
Der
Weg nach England: Die St. Hubertus-Hunde
kamen mit Wilhelm dem Eroberer 1066 n. Chr.
nach England und waren bei Adligen und Klerus
äußerst beliebt. Aus Ihnen und unter Einzüchtung
bereits nach England gebrachter Spürhunde,
wurde der uns heute bekannte Bloodhound
gezüchtet, der in England auch diesen Namen
erhielt. Bereits im Mittelalter züchteten
die Engländer schnellere und vor allem leichtere
Hunderassen. So hat der Bloodhound unter
anderem in der Züchtung von Ridgeback und
Gordon Setter, um nur zwei Jagdhundrassen
zu nennen, mitgewirkt. Der schwarzrote Hund
wurde dank seines außerordentlichen Spürsinns
und seiner Leidenschaft für das Suchen eingesetzt,
um Schafdiebe und Räuber aufzuspüren. Zu
dieser Zeit galt es als ein Schuldeingeständnis,
wenn dem Bloodhound das betreten des Hauses
verwehrt wurde. Noch zu Zeiten Elizabeth
I. galt der Bloodhound als ein königlicher
Hund. Vor dem Aussterben wurde diese Rasse
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
in England gerettet. Grund für die Rettung
war der Beginn von Hundeausstellungen.
Von der Insel in die "Neue
Welt": Mit den britischen Kolonisten
kam der Bloodhound dann nach Amerika, wo
er aller Wahrscheinlichkeit nach für die
Suche nach entlaufenen Sklaven und flüchtigen
Indianern eingesetzt wurde. Dabei ist bis
heute nicht bewiesen, dass der Bloodhound
ein solches "Biest" war, wie in den Geschichten,
zur Zeit der Plantagenbesitzer, erzählt
wird. Doch die Aussagen, wie sich die Hunde
zu der Person hinarbeiten, deren Fährte
sie verfolgen, ist sicher nicht übertrieben.
|